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Sonntag, 2. Oktober 2016

Comfort-Food für den Herbst: Bananenbrot

Dank Feiertag ein extralanges Wochenende, Wetter eher herbstlich-durchwachsen, etliche DVDs und Netflix-Episoden wollen angeschaut werden - dazu fehlt eigentlich nur noch das richtige Wohlfühlfood! Und es ist ganz einfach - Vorhang auf für: ....... Bananenbrot!! Es bietet eine wunderbare Grundlage für ein süßes Frühstückchen, die perfekte Begleitung zum Nachmittagskaffee und die rettende Basis für Naschkatzen zum Fernsehabend auf der Couch.

Bananenbrot mit verschiedenen Marmeladen
Das wird benötigt:
  • 150 gr. Zucker (weiß/braun/gemischt)
  • 150 gr. Butter (zur Not geht auch Margarine)
  • 2 reife Bananen
  • 2 Eier
  • 250 gr. Mehl
  • 2 leicht gehäufte TL Backpulver
  •  1 Prise Salz
  • 100 ml Milch
  • 70 gr. Lieblingsmüsli (oder einfach kernige Haferflocken)
Zubereitung: Die Eier mit dem Zucker und dem Salz ca. drei Minuten mit Mixer oder Küchenmaschine mit Highspeed verrühren, danach auf auf Lowspeed runterschalten und die Eier gut unterrühren. Mehl und Backpulver mischen (Wer mag, kann es noch sieben - ich siebe eher nicht). Nun die Bananen mit einer Gabel grob zerdrücken und zu den übrigen Zutaten in den Mixer geben. Was den Reifegrad der Bananen angeht, gibt es unterschiedliche Ansichten. Eine Freund aus Amerika nimmt für sein Bananenbrot fast schwarze Bananen, bei mir müssen sie nicht so (über-)reif sein. Nun nach und nach das Mehl zugeben, danach die Milch. Mixer ausschalten - dann mich einem Spachtel noch das Müsli unterheben (ich mache das nicht mit dem Mixer, weil ich möchte, dass das Müsli nicht zerdrückt wird - es soll dem Bananenbrot später ein wenig Crunch geben). Den Teig nun in eine gefettene Kastenform geben und im auf 175° C vorgeheizten Backofen (Ober-/Unterhitze) etwa 50 Minuten backen. Etwas auskühlen lassen - danach sind die Genussmöglichkeiten vielfältig: zum Frühstück einfach mit ein wenig Butter bestrichen (vorher in der Mikrowelle leicht anwärmen), zum Kaffee mit Butter und Marmelade oder (ebenfalls vorher leicht erwärmt) mit ein oder zwei Kugeln Lieblingseis! Das Brot am besten in der Form lassen und in eine Plastiktüre geben, dann hält es sich einige Tage - wenn es nicht vorher schon aufgegessen wird... Und falls ihr noch kulinarische TV-Inspiration braucht, empfehle ich euch "Two Fat Ladies" - eine großartige BBC-Sendung mit zwei entzückenden Damen, die auf einem alten Motorrad auf kulinarische Reise durch Großbritanien gehen. Schaut mal bei youtube - die beiden Ladies werden sich bestimmt auch in euer Herz kochen!

Bananenbrot frisch aus dem Ofen
Two Fat Ladies!


Mittwoch, 19. August 2015

Speedcooking: Pasta + Lachs bei #twitterkocht

Letzten Sonntag hieß es bei Twitter zum inzwischen dritten Mal #twitterkocht - präsentiert von @3Glocken und den Für Sie Kitchen Girls! Ich durfte zum ersten Mal mitmachen und es ging ganz schön rund! Einige Tage zuvor hat mir der Postbote ein Paket Nudeln und folgende Einkaufsliste gebracht, von der ich am Samstag alles brav besorgt hatte...
Zutaten (für 4 Personen):
500 gr. Pasta
500 gr. Lachsfilet (frisch oder aufgetaute TK-Ware)
1/2 Bio-Zitrone
1 Bio Orange
2 Kohlrabi
1 EL Butter
200 ml Gemüsefond
200 gr. Sahe
0,1 gr. Safranfäden
1 EL Petersilie
Salz/Pfeffer
Ruccola zum Anrichten

Um 18 Uhr ging es dann bei Twitter mit den ersten Tweets für die Zubereitung los. Und da ging wirklich ganz schön die Post ab: Nudelnwasser aufsetzen, Lachs (am besten schon vorher waschen und trockentupfen) mit Salz und Pfeffer würzen und dann mit der in Scheiben geschnittenen Zitrone in Backpapier einwickeln. Das Lachspäckchen in den auf 180 Grad vorgeheizten Backofen geben - je nach Dicke braucht er etwa 15-20 Minuten. Nudeln inzwischen nach Packungsangabe kochen. Mit einer Reibe von der halben Orange die Schale abreiben, Orange auspressen. Kohlrabi schälen und in Würfel schneiden. Butter in einem Topf schmelzen, Kohlrabi dazugeben, etwas andünsten, mit dem Orangensaft und dem Gemüsefond aufgießen und etwa 5 Minuten köcheln. Dann die Sahne zufügen und noch etwas kochen, bis der Kohlrabi weich, aber noch bissfest ist. Den Kohlrabi mit Salz und Pfeffer sowie dem Safran würzen. Zwischenzeitlich Nudeln abgießen und den fertigen Lachs aus dem Ofen nehmen. Die Nudeln zur Sauce geben und noch einmal kurz zusammen heiß werden lassen. Den Lachs kann man kleinschneiden und ebenfalls zu den Nudeln geben. Ich habe die Filets ganz gelassen und zusammen mit dem Ruccola auf der Pasta angerichtet. Nach einer guten Stunde war das Essen fertig und ich auch! Bin doch nicht wirklich multitaskingfähig... Kochen und twittern hat mich etwas überfordert - darauf gab es dann erstmal einen Schluck Weißwein! Die Küche sah wüst aus, aber es hat sehr viel Spaß gemacht und lecker geschmeckt! Es gibt auch eine schöne Chronik aller Tweets - schaut doch mal rein und auch mich gibt es bei Twitter! Freue mich über neue Follower!

Sonntag, 16. August 2015

Gelesen: Crime - neues Magazin vom Stern

Zum Frühstück gab es bei mir gestern eine Menge Verbrechen: Beim Samstagmorgeneinkauf ist mir die zweite Ausgabe von "Crime", dem neuen Magazin vom Stern, in die Hände gefallen.
In diesem Magazin wird über wahre Verbrechen berichtet und es zeigt sich, die Wahrheit ist oft genau so grausam wie die fiktive Kriminalliteratur - wenn nicht sogar noch schlimmer. Besonders ein Dreifachmord an einer Gruppe Teenager in Finnland in den 60er Jahren hat mich sehr gefesselt und bedrückt. Dass dieser Fall bis heute - auch mit Hilfe moderne Ermittlungsmethoden - nicht geklärt werden konnte, lässt Raum für Spekulationen. Neben dem ausführlichen, spannenden Fallbericht,
sorgen auch die tollen Bilder dazu für Gänsehaut. Der Fall über einen Heiratsschwindler, der seit vielen Jahren in Deutschland arglose Frauen betrügt und um ihre Existenz bringt, hat mich sprachlos gemacht. Die Redaktion hat hier eine Reihe wirklich sehr spannende Verbrechen zusammengetragen. Dazu werden dem Leser aber auch verschiedene Einblicke in die Arbeit der Ermittler und anderer beteiligter Personen, wie zum Beispiel einer Phantombildzeichnerin oder einem psychologischen Gutachter, ermöglicht. Ein sehr berührender Bericht beleuchtet das Schicksal
der Angehörigen an einem Verbrechen beteiligter Personen, nämlich der beiden Mütter eines Mordopfers und des Mörders. Sie leben nur wenige Kilometer voneinander entfernt und müssen mit den Folgen der schrecklichen Tag nun weiterleben. Insgesamt bietet "Crime" einen gelungenen Blick auf eine ganze Reihe wahrer Verbrechen. Die Berichte informieren sachlich und ermöglichen dem Leser eine eigene Meinung und Beurteilung. Abgerundet wird das Magazin von eindrucksvollen Bildern und Hintergrundberichten und einem sehr ansprechenden Layout. Eine großes Kompliment an die Redaktion für dieses tolle Magazin. Ich ärgere mich ein wenig, dass ich die erste Ausgabe verpasst habe - aber ich freue mich auf die nächste Ausgabe und bin dann sicher wieder mit dabei.

Mittwoch, 25. Februar 2015

Geröstete Kichererbsen & Avocado-Hummus - Köstliches mit Kichererbsen

Nach der Pasta mit Kichererbsen geht es heute weiter mit Kichererbsen-Snacks. Auch dafür sind die leckeren Dinger echt prima geeignet. Es gibt geröstete Kichererbsen, die mir in der letzten Zeit öfter auf Pinterest begegnet sind, und Avocado-Hummus. In den letzten Monaten hat sich die Avocado immer häufiger auf meinen Teller wiedergefunden, daher musste das Hummus auch unbedingt sein.
Das wird gebraucht für Avocado-Hummus:
  • 150 gr. Kichererbsen (aus der Dose, gut abgetropft)
  • 1 reife Avocado
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Sesamöl oder 1 TL Tahini-Paste
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 Knoblauchzehe 
  • 1/2 TL Ras el hanout (Gewürzmischung)
  • 1 - 1 1/2 TL Salz
  • Pfeffer
  • Chilipulver (nach Geschmack)
Zubereitung: Kichererbsen und Avocado-Fruchtfleisch mit dem Oliven- und Sesamöl (bzw. der Tahini-Paste), der Knoblauchzehe und dem Zitronensaft mit dem Stabmixer pürieren. Die weiteren Gewürze dazugeben und nochmal mixen bis alles cremig ist. Mit den Gewürzen kann man bei diesem Rezept toll spielen: Ich kann mir auch Limettensaft vorstellen oder Chiliflocken, etwas Kreuzkümmel zusätzlich oder Korianderblätter mit druntermixen. Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt - aber es schmeckt traumhaft. Bei mir gab es Sesamcracker dazu und ich konnte nicht genug kriegen! Ich hatte eine große Dose Kichererbsen geöffnet und den Rest des Inhalts in geröstete Kichererbsen verwandelt.

Das wird gebraucht:
  • 250 gr Kichererbsen (abgetropft aus der Dose)
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe gepresst
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Chilipulver
  • 1 TL Pfeffer
Zubereitung:
Öl mit den Gewürzen mischen und in einer Schüssel über die Kichererbsen geben. Alles gut untermischen. Kichererbsen auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und im bei 200 Grad vorgeheizten Backofen ca. 35 Minuten rösten. Ich war vom Ergebnis nicht so sehr begeistert. Einige der Kichererbsen waren recht knusprig, einige hatten aber eine etwas zähe Konsistenz. Das lässt sich sicher noch optimieren, vielleicht durch längeres Rösten. Vielleicht habt ihr dazu ja Ideen oder schon Erfahrungen damit gemacht - würde mich freuen, mehr darüber zu erfahren.

Mittwoch, 18. Februar 2015

Heute mal leicht mit der 5:2-Diät!

An dieser Stelle findet ihr ja häufiger mal Rezepte für die eine oder andere süße oder herzhafte Leckerei. Auf Kalorien, Fettgehalt oder so was achte ich dabei meist eher nicht. Aber ständige Schlemmerein können sich gewichtsmäßig ja leider die Wenigsten leisten. Daher habe ich heute mal eine Diätidee für euch, die ich einige Wochen ausprobiert  habe und ganz praktikabel finde: Die 5:2-Diät! Dabei geholfen hat mir das Buch "Die 5:2-Diät" von Elisabeth Lange, erschienen bei Gräfe und Unzer, welches mir der Verlag freundlicherweise für meinen Selbstversuch kostenlos zur Verfügung gestellt hat.


























"Die 5:2-Diät"
von Elisabeth Lange
erschienen bei
"Gräfe und Unzer"
für 19,99 EUR

Das Buch: Laut Buchbeschreibung ist die 5:2-Diät die Zauberformel für ein leichtes Leben. Das Konzept ist wirklich recht einfach: An fünf Tagen essen wir was wir wollen und an zwei Tagen ist leichtes Fasten bei 500 Kalorien angesagt. Das war alles! Warum das so ist, welche Vorteile die 5:2-Diät hat und warum dieses Konzept auf Dauer Erfolg verspricht, darüber gibt die Autorin im ersten Teil des Buches auf 40 Seiten einen recht guten Überblick. Im nächsten Kapitel folgen Tipps für den Einstieg ins Fasten und und 23 Seiten mit Rezepten für die Fastentage. Danach gibt es noch einmal fast 70 Seiten mit abwechslungsreichen Rezepten für die restlichen fünf Tage, an denen normal gegessen wird. Und natürlich habe ich einige Rezepte probiert - hier folgt eins davon.

Das Rezept: Putensteak mit Paprika-Avocado-Salat

Das wird gebraucht (für 2 Portionen):
  • 1 kleine, gelbe Paprikaschote
  • 1 kleine rote Zwiebel (hatte leider nur eine weiße da)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100 gr. Kirschtomaten
  • 1 EL Limettensaft
  • 2 TL Olivenöl
  • 3 EL Orangensaft
  • Salz, Pfeffer
  • Süßstoff (auf den habe ich verzichtet)
  • 1/2 Avocado
  • 2 Putensteaks (à 125 gr)
  • Chiliflocken
  • 4 Stiele Petersilie
Zubereitung: Paprika waschen, trocken reiben und in Streifen schneiden. Zwiebel und Knoblauch abziehen, die Zwiebel in Streifen schneiden, den Knoblauch fein hacken. Tomaten waschen, trocken reiben und halbieren. Limettensaft, 1 TL Olivenöl, Orangensaft und Knoblauch in einer Schüssel verrühren, mit Salz, Pfeffer und Süßstoff abschmecken. Avocado schälen, in Spalten schneiden und mit den anderen Zutaten unter die Sauce heben. Putensteaks mit Salz und Chili würzen und in einer Grillpfanne (eine normale Pfanne tut es aber auch) im restlichen Öl von beiden Seiten 3 Minuten braten. Die Pfanne vom Herd nehmen und das Fleisch drei Minuten nachziehen lassen. Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blättchen hacken. Salat mit Petersilie bestreuen und mit den Putensteaks anrichten. Pro Portion: 32 gr. Eiweiß, 250 Kalorien. (Danke an den lieben Holger fürs Anrichten!)
Meine Meinung: Da sich viel gutes Essen irgendwann dann doch merklich auf die Hüften schlägt (wenn man wie ich keine große Sportskanone ist), habe ich kurz vor Weihnachten mit der 5:2-Diät begonnen, nachdem mir eine Kollegin davon berichtet hat. Tatsächlich bin ich damit gut durch die kalorienreichen Weihnachtstage gekommen und habe insgesamt mit dieser Art der Ernährung sogar etwas abgenommen. Die Fastentage fielen mir zu Beginn etwas schwer. Man muss sich einfach daran gewöhnen, dass es mal weniger gibt. Wobei die Rezepte im Buch hier doch einige gute Anregungen geben. Meine Fastentage waren meist unter der Woche, auf der Arbeit fiel es mir leichter zu fasten als am Wochenende zu hause. Das Schöne an der 5:2-Diät ist aber, dass man sich immer sagen kann, dass man am nächsten Tag ja wieder gut essen kann. Die Einschränkung ist also, anders als bei vielen anderen Diäten, immer nur kurz. Außerdem muss auch an den normalen Tagen nicht auf bestimmte Lebensmittel, zum Beispiel Kohlenhydrate, verzichtet werden. Dies ist mir bei anderen Arten der Ernährung (LowCarb) irgendwann sehr schwer gefallen. Warum dieses Konzept funktioniert, erklärt die Autorin im ersten Teil des Buches sehr anschaulich und ausführlich. Vieles kann ich aus eigener Erfahrung nachvollziehen. Die Rezepte sind abwechslungsreich und schmackhaft, selbst die für die Fastentage sind nicht langweilig. Von diesen Rezepten hätte ich mir allerdings mehr gewünscht, dafür hätte der dritte Teil mit den weiteren Rezepten kleiner ausfallen können. Aber auch diese enthalten viele schmackhafte Ideen.
Mein Fazit: Nach einigen Test-Wochen bin ich vom Konzept der 5:2-Diät recht angetan. Sie scheint mir gut geeignet, wenn man langsam eine überschaubare Menge an Gewicht verlieren will. Eine schnelle Gewichtsabnahme ist nicht das Ziel und wer eine große Menge Abnehmen will, sollte auf jeden Fall Geduld mitbringen. Aber mir hat es gut gefallen und diese Art der Ernährung lässt sich für meinen Geschmack gut durchhalten und in den Alltag integrieren, da man wirklich wenigen Zwängen unterworfen ist. Die Fastentage sind flexibel zu verteilen und ansonsten verzichtet man hier auf relativ wenig Genuss. Das Buch ist für Einsteiger prima geeignet, um sich mit dem Konzept vertraut zu machen und einen Einstieg zu finden. Ich hätte mir ein wenig mehr Rezepte für die Fastentage gewünscht, aber mit etwas Phantasie und Variation kann auch selbst etwas auf den Tisch bringen. Wer also ein paar Pfunde loswerden möchten, der sollte es einmal mit der 5:2-Diät versuchen!

Montag, 16. Februar 2015

TV-Rezension: SCHULD (ZDF)

Ich schaue gerne Serien - immer schon gerne mehrere Folgen hintereinander - auch als das Wort "bingewatching" noch gar nicht erfunden war. Dank Streaming geht es inzwischen günstiger als vor ein paar Jahren, als noch irgendwie DVDs rangeschafft werden mussten. Vergangene Woche lag ich krank im Bett bzw. auf der Couch, und habe beim Rumzappen eine neue Krimireihe im ZDF entdeckt: SCHULD (nach Ferdinand von Schirach). Dankenswerterweise hat das ZDF die gesamte Staffel mit sechs Folgen bereits vorab in der Mediathek eingestellt - so hatte ich dann eine gute Beschäftigung! Die Serie: In sechs Folgen (Der Andere, Schnee, Die Illuminaten, Ausgleich, DNA, Volksfest) wird jeweils die Geschichte eines Verbrechens aus der Sicht des Täters erzählt und wie der Anwalt Friedrich Kronberg diese Geschichte seiner Mandanten wahrnimmt und darauf seine Verteidigung aufbaut. Die Fälle stellen sich meist auf den ersten Blick recht eindeutig dar und doch beginnt man beim Zusehen, über den Fall, die Hintergründe und Motive nachzudenken. Und schnell wird einem als Zuschauer bewusst, wie schnell man selbst einmal in eine solche Situation geraten und zum Täter werden könnte.
Meine Meinung: Wer einen herkömmlichen Krimi erwartet, der wird in SCHULD etwas anderes finden. Es geht hier nicht um das herkömmliche "Whodunit"-Konzept, welches darauf ausgerichtet ist, den Täter im Laufe des Krimis herauszufinden und die Tat allmählich aufzuklären. Es geht vielmehr um die Hintergründe der Tat: Was hat den Täter zu seiner Tat bewegt? Wo liegt das Motiv (oder gibt es verschiedene Motive)? Gibt es entlastende Umstände? Moritz Bleibtreu bleibt in seiner Rolle als Rechtsanwalt Kronberg (vielleicht mit Ausnahme der letzten Folge) angenehm zurückhaltend, prägt aber trotzdem als Hauptperson aller sechs Folgen das Gesicht der Serie. Es geht dabei nicht um Gut oder Böse, in erster Linie geht es aber hier um die Geschichte der Tat und die des oder der Täter. Es ist ein anderes Serienkonzept und bei mir hat es zugegebenermaßen zwei Folgen gedauert, bis ich Feuer gefangen hatte. Aber es dranbleiben lohnt sich wirklich! Schnell habe ich mich dabei erwischt, darüber nachzudenken, wie ich als Richter den Fall gesehen hätte - aber auch, wie ich als Täter gehandelt und gefühlt hätte. SCHULD bietet dem Zuschauer die Möglichkeit einer anderen Sichtweise auf mehr oder weniger eindeutige Kriminalfälle.

Mein Fazit: Eine andere Art von Kriminalserie - mit brillianten Schauspielern (ganz toll: Maren Kroymann als Richterin) und spannend erzählten Fällen, die mich zum Nachdenken angeregt und auch noch länger nachgewirkt haben. Alle Folgen sind aktuell in der ZDF-Mediathek abrufbar und laufen ab Freitag, 20.02.2015 jeweils Freitags um 21:15 Uhr im ZDF. Wer sich beschwert, dass es zu wenige gute Serien aus Deutschland gibt, dem sei diese Reihe ans Herz gelegt. Außerdem wirklich toll, dass alle Folgen vor der Ausstrahlung schon über die Mediathek abrufbar sind. Gerne mehr davon und gerne auch mal mehr Experimente mit der Mediathek! (Bildnachweis: alle Bilder ZDF/GORDON MUEHLE)

Freitag, 13. Februar 2015

Rezension: "Novembermord" von Berndt Schulz

Heute gibt es mal wieder eine eBook-Rezension: Von Blogg dein Buch habe ich kürzlich "Novembermord" von Berndt Schulz erhalten, der bei dotbooks erschienen ist. Titel und Beschreibung klangen wunderbar düster und spannend - genau so wie ich es mag!























 



"Novembermord"
von Berndt Schulz
als eBook erhältlich bei dotbooks für 5,99 EUR



Die Story: Mitten im verschneiten Winter findet man in einer Wetterstation in Hessen den übel zugerichteten Leichnam eines Meteorologen. Mit 33 Messerstichen wurde dieser grausam ermordet - ein Fall für Kommissar Martin Velsmann. Gemeinsam mit seinen beiden Assistenten Tosca Poppe und Alfons Freygang macht er sich auf die Suche nach dem Mörder. Was war das Motiv? Hat der merkwürdige Grundschullehrer etwas damit zu tun, dessen kleiner Sohn vor einem Jahr im Wald von einem Wintersturm überrascht wurde und gestorben ist? Oder deuten die 33 Stiche auf den Mord im Umfeld einer Sekte? Ein zweiter Toter wird gefunden - was verbindet die Toten? Bei den Ermittlungen in diesem Umfeld geraten zunächst Poppe und Freygang und dann auch Velsmann selbst in Gefahr....
Meine Meinung: "Novembermord" ist der erste von fünf Krimis mit dem Kommissar Martin Velsmann. Das Setting erinnert sehr stark an andere, nordische Krimireihen: Kommissar in den Fünfzigern mit privaten Problemen (Eheprobleme, schlechtes Verhältnis zu seinen Kindern) in düsterer, winterlicher Atmosphäre - kommt dem interessierten Krimileser alles irgendwie bekannt vor. Doch der Kommissar ermittelt nicht, wie man meinen könnte in Schweden, sondern im hessischen Kinzigtal. Und der Beginn ist auch recht vielversprechend: Ein interessanter Mord und interessante Hauptfiguren. Sowohl der Kommissar als auch die beiden Assistenten bieten noch einiges an Potential und es würde mich interessieren, wie sich diese in den nächsten vier Romanen weiter entwickeln. Doch leider verliert sich die Geschichte im Verlauf des Romans für meinen Geschmack zu sehr in wilden Vermutungen um sektenähnliche Geheimbünde und Logen. Ohne mich bei diesem Thema all zu sehr auszukennen, wirkte das für mich alles sehr konstruiert und ziemlich weiter hergeholt. Zwischendurch ist es ganz spannend geschrieben, doch irgendwie verliert sich die Geschichte leider immer wieder und durchgehende Spannung kam bei mir nicht auf. Das eigentliche Motiv am Ende des Geschichte, konnte mich dann auch nicht so recht überzeugen. Ein schöner Aspekt in diesem Buch waren die Kraniche, die mich zu ein wenig Origami inspiriert haben (wie man auf dem Bild erkennen kann).
Mein Fazit: Pluspunkte gibt es in diesem Buch vor allem für die handelnden Personen. Autor Schulz versteht es, interessante Charaktere als Basis für seine Geschichte zu zeichnen, was ich persönlich immer sehr wichtig finde. Bei der Suche nach dem oder den Tätern war mir die ganze Konstruktion mit Geheimbünden und Sekten jedoch ein wenig zu weit hergeholt. Insgesamt würde ich sagen ist dieses Buch "guter Durchschnitt" und gebe daher drei von fünf Sternen. Und wer Lust bekommen hat, auch ein paar Kraniche zu falten, bei youtube gibt es tolle Anleitungen für Origami-Kraniche.

Samstag, 7. Februar 2015

Rezension: "Böser Wolf" von Nele Neuhaus

Der Januar war hier bei mir ja ziemlich ruhig - ich war im Urlaub, danach fies erkältet und hatte irgendwie auch sonst viel um die Ohren. Nun geht es aber mal weiter! Im Urlaub habe ich natürlich auch gelesen: Die liebe Julia von Hessenmädel hatte mich zu Weihnachten mit "Böser Wolf" von Nele Neuhaus überrascht und im australischen Sommer war das prima Unterhaltung!



























 
"Böser Wolf"
von Nele Neuhaus, erschienen bei ullstein
für 10,99 EUR 

Die Story: Die Leiche eines 16-jährigen Mädchens wird im Main bei Eddersheim gefunden. Das Mordopfer zeigt Zeichen von Misshandlungen, doch niemand vermisst das Mädchen. Die Ermittler vom K11 finden keinen Hinweis auf ihre Identität. Dann wird eine Fernsehmoderatorin überfallen und äußerst brutal misshandelt. Die Moderatorin war mit den Recherchen in einer äußerst brisanten Story beschäftigt, wie Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein bei ihren Ermittlungen herausfinden. Eine Therapeutin, die ebenfalls an der Geschichte beteiligt war, wird grausam getötet. Und die Ermittler vom K11 werden in Gestalt ihres ehemaligen Kollegen Frank Behnke zusätzlich auch noch mit unangenehmen Geschichten aus der Vergangenheit konfrontiert. All diese Fäden laufen schließlich zusammen und auch Menschen, die Pia sehr wichtig sind, geraten in große Gefahr...

Einige...
...aus Australien
...Impressionen...

Meine Meinung: Dies war mein erstes Buch von Nele Neuhaus aus der Bodenstein/Kirchhoff-Reihe. Und ich wurde nicht enttäuscht! Der Autorin ist ein wirklich spannender Thriller gelungen. Der Leser erfährt einen Teil der Geschichten aus der Sicht eines kleinen Mädchens, zunächst nur in Andeutungen beginnt man doch bald zu ahnen, welche schrecklichen Dinge das Mädchen erleiden musste. Auch als Neuhaus-Neuling findet man sich gut in die Handlung hinein. Ich hatte nicht den Eindruck, dass mir Vorwissen aus den vorangegangenen Büchern fehlt. Und zum Schluss gelingt Nele Neuhaus ein packendes Finale mit einem wirklich überraschenden Ende.
Mein Fazit: Ob als Lektüre für den Urlaub oder auch einfach entspannt zu hause auf der Couch - dieser Thriller von Nele Neuhaus fesselt von der ersten bis zur letzten Seite. Sicher nicht mein letztes Buch von Nele Neuhaus. Das ist perfekte Unterhaltung, daher gibt es von mir fünf von fünf Sternen! Und ein herzlicher Dank an Julia! Schaut doch einmal bei Hessenmädel rein - dort gibt es eine Menge großartige Leckereien zu entdecken!

Sonntag, 4. Januar 2015

Rezension: "Frauen mit Geschmack" - ziemlich fade im Geschmack!

Eigentlich sollte dieser Post gar kein Buch behandeln, es sollte hier heute Cranberry-Orangen-Muffins geben. Leider sind die nicht sehr gut gelungen - daher geht es heute um ein Buch, welches mir beim Stöbern in meiner Lieblingsbücherei in die Hände gefallen ist. Muffins gibt es später.




























"Frauen mit Geschmack" von Katja Muschelknautz erschienen als insel Taschenbuch f. 12,95 €

Das Buch über das Buch: "Ob als Heldinnen des Alltags, wir die italienische Mamma, die englische Mistress of the Household oder die französische Madame, ob als professionelle Köchinnen, als Pionierinnen der Kochbuchliteratur oder als Gründerinnen von Kochschulen - kochende Frauen sind aus der Geschichte des Essens nicht wegzudenken. Katja Muschelknautz erzählt die Geschichte der Köchin, ihres Könnens, ihrer Kreativität und ihres Geschmacks - vom 16. Jahrhundert bis heute."
Meine Meinung: Als ich dieses Buch in der Buchhandlung in der Hand hatte, sind mit sofort viele Gedanken zu kochenden Frauen gekommen: Erinnerungen an meine Großmütter, bei denen ich schon als kleiner Junge gerne in der Küche gestanden und mitgekocht habe. Erinnerungen an eine gute Bekannte in deren Tapas-Restaurant ich einige Jahre gearbeitet habe und die mit viel Hingabe großartige Tapas in ihrem kleinen Lokal gezaubert hat. Diese und weitere Dinge sind mir bei dem Titel durch den Kopf gegangen und ich habe aufgrund des Untertitels "Vom Vergnügen eine gute Köchin zu sein" mit weiteren Anekdoten und Geschichten von und über Köchinnen gerechnet. Leider ist das Buch für meinen Geschmack doch recht theoretisch und trocken geworden. Es ist eine historische Abhandlung von Frauen in der Küche, von ihrem Alltag in höfischen Diensten, im bürgerlichen Alltag und in verschiedenen Ländern. Sicherlich ist das Buch als solches gut recherchiert, wie die umfangreichen Quellenangaben belegen. Aber es war einfach nicht das was ich erwartet habe und für mich als Leser eher etwas langatmig und ermüdend.
Mein Fazit: Sicherlich eine fundiert recherchierte, historisch interessante Beschreibung von Köchinnen und Frauen in der Küche - aber mir fehlt dabei irgendwie das Herz und die Erinnerungen, die wir alle mit Frauen in der Küche verbinden. Für die Mühe, die sicherlich in diesem Buch steckt, gebe ich 2 von 5 Sternen. Aber empfehlen kann ich es wirklich nur für koch-historisch Interessierte.

Donnerstag, 1. Januar 2015

Happy New Year - alles Gute für das neue Jahr!

2014 ist Geschichte - herzlich Willkommen 2015! Ich wünsche euch allen ein ganz tolles neues Jahr, Glück, Gesundheit und nur das Beste!
Damit euch das Glück auch in diesem Jahr hold ist, habe ich mich ein wenig umgesehen und einige Neujahrsbäuche aus der ganzen Welt für euch herausgesucht:

Für dieses Jahr zu spät kommt der Silvesterbrauch aus Spanien. In der Silvesternacht werden um Mitternacht mit den zwölf Glockenschlägen zwölf Trauben verspeist - verzählt man sich dabei, droht Unglück im neuen Jahr. Auch die Tradition aus Italien, in der Silvesternacht rote Unterwäsche zu tragen, könnt ihr erst Ende 2015 wieder befolgen. Falls es bei euch zu Silvester Karpfen gab, solltet ihr eine Schuppe aufbewahren und in eurem Geldbeutel mit euch tragen. Sie soll euch Geld & Reichtum bringen. Ebenfalls Reichtum bringen sollen Linsen, daher auch das mit den roten Linsen. Sie stehen gerade bei mir auch dem Herd und werden gleich zu einem feinen Linsensalat verarbeitet. Zusammen mit gehackten Tomaten und Zwiebeln und einem Dressing aus Zitrone und Olivenöl, gibt das einen schmackhaften Start in das neue Jahr. In den USA zählt neben Linsen auch Sauerkraut zu den Neujahrsgerichten, die Glück und Geldsegen bringen sollen. Dort gilt auch der Brauch, dass an Neujahr nichts das Haus verlassen darf - also heute keinen Müll rausbringen. Von Geflügel solltet ihr heute auch die Finger lassen - in Mitteleuropa gilt der Glaube, dass sonst das Glück wegfliegt. Stattdessen steht in Europa Schweinefleisch auf dem Neujahrs-Speiseplan, es soll ebenfalls Glück bringen. Und am besten zum Nachtisch einen Neujahrskrapfen oder Hefegebäck - auch dieses soll Gutes für das neue Jahr bringen. Und zu guter letzt noch ein Brauch für Liebesglück: Werft an Neujahr einen Pantoffel im Garten über die Schulter. Zeigt die Spitze vom Haus weg, steht eine Hochzeit ins Haus, zeigt sie zum Haus, müsst ihr euch noch ein wenig gedulden. Ob Hochzeit oder nicht - ich wünsche euch ein tolles Jahr 2015 und freue mich, wenn ihr mir treu bleibt.

Sonntag, 31. August 2014

Erinnerungen an ein Sommerwochenende: Thriller & Torte

Es ist der letzte Sonntag im August - ich schaue aus dem Fenster, draußen schüttet es wie aus Eimern und selbst drinnen fröstelt es mich ein wenig. Der Herbst naht, der Sommer ist nur noch Erinnerung - ganz besonders ein Wochenende, das ich im Garten meiner Tante mit Thriller & Torte verbracht habe.
Von der Sonnenliege im Garten ging es gedanklich aber auch immer wieder über den großen Teich nach Ohio, wo nicht nur mein bester Freund herkommt, sondern auch die Kate-Burkholder-Thriller-Reihe von Linda Castillo spielt. Tatsächlich habe ich an diesem Wochenende das vierte und fünfte Buch dieser Reihe verschlungen. Und auch bei Band fünf lässt die Spannung kein bisschen nach! Hauptperson der Reihe ist die Polizeichefin der Kleinstadt Painters Mill, Ohio, gelegen in einer Region mit großer amischer Gemeinde. Kate selbst stammt ebenfalls aus einer amischen Familie, hat sich jedoch gegen das einfache, religiöse Leben der Amischen entschieden. Eine Entscheidung, die bei ihr zu großen inneren Konflikten, aber auch äußeren Konflikten mit ihrer Familie führt, die ebenfalls in der Gegend lebt. Neben spannenden Mordermittlungen macht für ich gerade die thematische Verbindung zur Amischen Gemeinde, die in allen Büchern immer wieder Thema ist, den besonderen Reiz dieser Thriller-Reihe aus. Als Leser erfährt man viel über das Leben in dieser Religionsgemeinschaft, welches in seiner Einfachheit in unserer heutigen technischen Zeit nur schwer vorstellbar ist. Im aktuellsten Band "Teuflisches Spiel" wird eine amische Familie Opfer eines schweren Unfalls, bei dem der Vater und zwei seiner drei Kinder sterben. Doch Kate Burkholder wird misstrauisch, ob es sich wirklich nur um einen Unfall mit Fahrerflucht handelt, oder es nicht doch mehr - nämlich Mord - sein könnte?!? Ich kann euch diese Reihe wirklich nur ans Herz legen - alle fünf Bände garantieren beste, spannende Unterhaltung und lassen sich nicht nur gut mit Hund auf der Sonneliege lesen, sondern auch im Bett, auf der Couch oder bald im Winter vor dem gemütlichen Kamin.
Neben dem Lesefutter gab es auch noch was richtiges zu Futtern, denn die Lieblingstante hat eine wundervolle, köstliche Himbeer-Schmand-Torte gezaubert. Das Foto ist leider nicht ganz so zauberhaft, aber dafür war die Torte wirklich ein Genuss. Das Rezept wollte ich euch nicht vorenthalten.
Boden:
2 Eier
1 Prise Salz
125 g Zucker
2 Pck. Vanillezucker
75 ml Eierlikör
60 ml Sonnenblumenöl
125 g Mehl
1 ½ Tl Backpulver
Für den Teig Eier, Salz, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Eierlikör und Öl unterrühren. Mehl mit Backpulver mischen und portionsweise unterrühren. Boden einer Springform (26 cm) mit Backpapier auslegen. Teig einfüllen und im heißen Ofen 180 Grad (Umluft 160 Grad) im unteren Ofendrittel 20 Min. backen. Teig etwas abkühlen lassen und aus der Form nehmen
Belag:
2 Becher Sahne
2 Tütchen Sahnesteif
2 Becher Schmand
2 Pck. Bourbon-Vanillezucker
5 EL Gelierzucker (2:1)
1 Glas Heidelbeeren (oder 2 Dosen Mandarinen oder gefrorene Himbeeren)
1 Pck. Tortenguss, rot oder klar
Sahne mit Sahnesteif und Vanillezucker steif schlagen, Schmand mit Gelierzucker vermischen und die steif geschlagene Sahne unterheben. Tortenring um den Boden legen, Masse darauf verteilen und ca. 2 Std. in den Kühlschrank stellen.Anschließend mit dem Obst belegen und Tortenguss zubereiten und darauf verteilen. Nochmals ca. 2 Std. in den Kühlschrank – fertig!
Das war mein Sommerwochenende vor einigen Wochen und nachdem ich das jetzt gerade geschrieben habe, habe ich richtig Lust auf ein Stück Torte! Vielleicht kehrt der Sommer ja noch einmal zurück und ich kann dieses schöne, entspannte Wochenende noch einmal wiederholen!

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Kürbiswochen-Finale: Happy Halloween!

Die Kürbiswoche geht zu Ende mit DEM Kürbisfeiertag des Jahres. Ich hoffe, ich konnte euch diese Woche ein wenig inspieren, die Kürbisse auch mal zu etwas anderem als Suppe zu verarbeiten. Zum Abschluss hier noch zwei Ideen, bei der es weniger ums Essen geht: HAPPY HALLOWEEN!!!!

Sonntag, 12. Mai 2013

"Das letzte Gericht" - eine Sammlung letzter Speisen

Zufällig bin ich neulich auf dieses Buch aufmerksam geworden. "Das letzte Gericht" ist eine Rezeptsammlung der letzten Speisen, die Prominente vor ihrem Ableben zu sich genommen haben. Garniert werden die Rezepte von kurzen Schilderungen aus deren Leben und ihren letzten Stunden.









"Das letzte Gericht"
von Richard Fasten
erschienen bei edition q im be.bra Verlag
gebundene Ausgabe für 22,00 EUR bestellbar

Viele der letzten Gerichte erzählen dabei eine Menge über die Personen, über ihr Leben und teilweise auch über die Gründe für ihr Ableben: Wir erfahren wie der 250 Pfund schwere Elvis Presley an seinem letzten Tag noch einen großen Becher Vanille-Eiscreme und dazu sechs Schokokekse verdrückt, bevor ihn dann auf der Toilette der plötzliche Herztod aus dem Leben reißt. Wir begleiten Rudolph Moshammer in seinen letzten Stunden zu einem noblen Italiener, wo er sich Rigatoni all' Arrabiata und Steinbutt schmecken lässt, bevor er sich auf der Suche nach männlicher Gesellschaft zum Münchner Hauptbahnhof begibt und schließlich von eben dieser Gesellschaft mit einem Telefonkabel erdrosselt in seinem Haus ein unerwartetes Ende findet. Und wir sitzen am Bett der großen Marlene Dietrich, um die es nach zwei Schlaganfällen gesundheitlich schlecht bestellt ist und die sich etwas von ihrer legendären Hühnersuppe reichen lässt, bevor sie kurze Zeit später für immer die Augen schließt...
Von all den Rezepten habe ich mir heute das Frühstück "Last Miami Sunrise" gegönnt (und hoffe, dass mir das Schicksal wie Gianni Versace erschossen zu werden heute erspart bleibt...):
Ein halbe rote Zwiebel in dünne Spalten und drei Schreiben Bacon in Streifen schneiden. Beides in eine Pfanne geben und bei mittlerer Hitze andünsten. Zwei Scheiben Weizentoast rösten. In einer weiteren Pfanne zwei Spiegeleier braten. Toast mit etwas Butter bestreichen, Spiegeleier darauf geben und Zwiebeln und Speck darauf verteilen. Mit etwas gehackter Petersilie garnieren und dazu frischen Saft und schwarzen Kaffee reichen.
Mein Fazit: Ein interessantes Kochbuch, das zu allen Rezepten die jeweilige Geschichte gleich mit liefert. Auch eine schöne Geschenkidee: Wer wie ich Kochbücher sammelt, wird sich über dieses etwas andere Kochbuch sicherlich freuen. Und generell nehme ich aus diesem Buch mit, mein Essen künftig noch mehr zu genießen, es könnte schließlich "das letzte Gericht" sein ;-)

Dienstag, 15. Januar 2013

Schritt-für-Schritt-Rezepte bei Videojug.com

Ich habe eine tolle Seite gefunden: www.videojug.com. Hier gibt es Do-it-yourself-Videos zu allen möglichen Themen und auch einen Koch-Channel. Die Rezepte werden hier Schritt für Schritt im Video erklärt. Die Videos sind zwar auf Englisch, aber es ist trotzdem genial, was es hier alles gibt. Einfach klasse, wenn man zwischendurch vielleicht auch einfach mal ein wenig Inspiration braucht oder anderen beim Kochen zuschauen möchte. Diese Paprika-Frittata werde ich in den kommenden Tagen sicherlich ausprobieren.



Und diesen 5-Minuten-Chocolate-Cake gab es bei mir schon heute Abend mit einem Schuss Eierlikör - SEHR LECKER!



Also schaut einfach mal rein. Neben Rezepten gibt es auch noch unzählige weitere Kategorien, mit tausenden von hilfreichen (und weniger hilfreichen, aber dafür unterhaltsamen) Videos, wie zum Beispiel diesem:



Dienstag, 1. Januar 2013

Ein neues Buch wird aufgeschlagen: Willkommen 2013!

Nach einer kleinen Blog-Pause "zwischen den Jahren", begrüße ich mit diesem Post das neue crimesNcooking-Blog-Jahr und wünsche euch nur das Beste für das neue Buch "2013", welches wir heute aufgeschlagen haben.


Ich freue mich auf spannende, neue Geschichten und Rezepte und  darauf, diese weiterhin hier mit euch zu teilen. Schauen wir also gemeinsam was 2013 alles für uns bereithält! LG Alex

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Tagged!!!

Jetzt ist es passiert - ich wurde getagged! Die Täter waren CurSy und San von Fütterungszeit. Natürlich mache ich gerne mit und hoffe, ihr habt ein bisschen Spaß daran!

Die Regeln :

Jede getaggte Person muss:
- 11 Sachen über sich selbst erzählen.
- Die 11 Fragen von dem Blogger, von dem man getaggt wurde, beantworten.
- Selber 11 Fragen für die Blogger, die man taggen möchte, kreieren
- 11 Blogger mit unter 200 Followern taggen und es den auserwählten Bloggern mitteilen
- Zurück taggen ist nicht erlaubt.


Also zunächst 11 Dinge über mich:
  1. Ich hasse Musicals!
  2. Kaffee ist mir lieber als Tee.
  3. Ich bin allergisch gegen Katzen.
  4. Paris und Berlin finde ich als Städte überbewertet.
  5. Ich stehe gerne früh auf.
  6. Ich glaube, dass jeder kochen kann - die meisten sind nur zu faul, es zu versuchen.
  7. Celine Dions Gesang ist für mich ähnlich fies wie das Geräusch eines Zahnarztbohrers, aber ich glaube trotzdem, dass sie eine sehr nette Person ist.
  8. Ich neige dazu, lange Sätze zu schreiben.
  9. Ich hätte gerne Peer Steinbrück als nächsten Kanzler.
  10. Ich bin ein Gegner von Apple-Produkten.
  11. Ich habe Höhenangst.

Die 11 Fragen von Fütterungszeit an mich:

Hast du Haustiere?
-> nein, aber ich hätte gerne einen Hund (am liebsten Corgi oder Labrador)
Was ist dein Lieblingsessen?
-> schwierig, ich esse so vieles gerne. Aber mit gutem Kartoffelgratin kriegt man mich eigentlich immer.
Was ist dein Lieblingsfilm?
-> gucke lieber Serien. Aber "Skyfall" hat mir neulich sehr gut gefallen. Und "Jumpin' Jack Flash" mit Whoopie Goldberg ist ein All-time-Favorit
Wie verbringst du Weihnachten?
-> Heiligabend im Kreis der Familie bei meiner Oma, die an dem Tag Geburtstag hat
Wirst du Plätzchen backen oder hast sogar schon welche gebacken?
-> klar, habe ich schon gebacken. Rezepte gibt es ja hier bereits im Blog.
Hast du einen (guten) Vorsatz fürs neue Jahr?
-> mal wieder ein wenig Sport treiben und ein paar Kilo abnehmen.
Wann warst du das letzte mal auswärts essen? War es gut?
-> Ende Oktober und ja, es war sehr lecker!
Wie sieht dein optimales Abendessen aus?
-> auf jeden Fall muss das Abendessen warm sein. Gerne in netter Runde mit Freunden.
Was wäre dein Traumziel für einen Urlaub wenn du dir einfach etwas aussuchen könntest?
-> Australien
Welche drei Dinge würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?
-> meinen besten Freund Mr. S, Schweizer Messer dürfte hilfreich sein, Sonnenschutz
Fällt es dir auch so schwer dir 11 Fragen auszudenken? ^^
-> wird wahrscheinlich nicht einfach, schon die 11 Dinge über mich waren eine ziemliche Herausforderung


Meine 11 Fragen an euch:

  1. Glaubst Du an Horoskope?
  2. Wann hattest Du zuletzt Mordgedanken und wer war das "Opfer"?
  3. Welche Politikerin/welchem Politiker würdest Du gerne einmal zum Abendessen einladen?
  4. Was würdest Du für sie/ihn kochen?
  5. Was ist dein aktuelles Lieblingslied?
  6. Welches Gericht magst Du überhaupt nicht?
  7. Magst Du lieber Sommer oder Winter?
  8. In welchem Film würdest Du gerne mitspielen?
  9. Welche Sportart würdest Du gerne einmal ausprobieren?
  10. Wo würdest Du am liebsten leben?
  11. Welches Buch hast Du zuletzt gelesen?

11 Getaggte - ich bin gespannt auf eure Antworten. Mitmachen ist natürlich freiwillig.

  1. Backtrinchen
  2. Genuss&Gesundheit
  3. Bücher, Essen etc.
  4. Helen's Art of Cooking
  5. Linda's Backstube
  6. Thrillertantes Bücherblog
  7. Feel it now
  8. Naburas Bücherwelten
  9. Bücherträume
  10. Julias Bücherblog
  11. Bookcooking
Also haut rein! :-)

Dienstag, 20. November 2012

"Greenbox"-Update: Zwiebelringe & crimesNcookies

Am Wochenende hatte ich Zeit, um nochmal ein Rezept aus der "Greenbox" von Tim Mälzer zu machen. Und da ich Zwiebelringe LIEBE, habe ich mich für dieses Rezept entschieden. Was dabei rausgekommen ist, seht ihr auf dem Foto. Ein tolles Rezept für sehr leckere Zwiebelringe und damit ein weiteres gelungenes Rezept aus diesem Kochbuch. Dazu gab es einen kleinen Salat und BBQ-Sauce. Sooo lecker!
Wer auf der Suche nach gelungenen vegetarischen Rezepten ist, dem sei die "Greenbox" empfohlen!


Am kommenden Wochenende starte ich offziell in die Vorweihnachtszeit. Eine Riesenladung Plätzchen ist für Samstag Nachmittag geplant. Meine neue Gebäckpresse war heute schon in der Post.


Ein paar Rezepte habe ich schon. Falls ihr aber noch Ideen oder Plätzchentipps habt, würde ich mich über Links und Kommentare freuen. Samstag heißt es dann "crimesNcookies" statt "crimesNcooking". Über die Ergebnisse halte ich euch hier natürlich auf dem Laufenden!

Montag, 5. November 2012

Frisch gekauft - meine heutigen Neuerwerbungen

Wie ich am liebsten meine Mittagspause verbringe? Beim Bücherkaufen! Heute Mittag war es mal wieder soweit und dank meiner lieben Kollegen konnte ich dabei noch einen Geburtstagsgutschein auf den Kopf hauen. Hier die Neuerwerbungen:


Wie Ihr seht, waren nach der Pause die "Greenbox" von Tim Mälzer, "Das Mädchen im Schnee" von Ninni Schulman und "Das Haus des Todes" von Paul Cleave in meiner Tüte. In der "Greenbox" habe ich eben schonmal ein wenig geblättert und einige vielversprechende Rezepte entdeckt. Habe jetzt wieder ein wenig Hoffnung, dass fleischlos nicht unbedingt langweilig sein muss. Da wird sicher in den kommenden Tagen mal das eine oder andere ausprobiert. Mehr dazu und zu den beiden anderen Büchern gibt es in den nächsten Tagen hier!

Sonntag, 4. November 2012

Krimi-Küche bei mir daheim: "Die Allianz der Unterwelt"

Gestern war es endlich so weit: "Die Allianz der Unterwelt" hat bei mir getagt. Ich hatte ja schon mehrmals über die Vorbereitungen gebloggt, gestern war nun der große Abend!


Gegen 19 Uhr hatten sich die acht Superschurken dieser Welt bei mir in meiner Küche versammelt, um zu beraten, wie sie unserem Erzfeind Major Sunshine die benötigten Geheiminformationen entlocken könnten. Doch kaum saßen alle um den Tisch versammelt, erreichte uns die Nachricht, dass Major Sunshine bei einer Explosion in seiner Zelle ums Leben gekommen ist. Nur einer von uns acht kam als Täter in Frage!

In fünf Runden haben wir dann ermittelt, diskutiert und ergründet, wer mit wem wann wo war und was die Schurken sonst noch alles zu verbergen hatten. Nach Runde 1 gab es die Vorspeise Albondigas und spanische Tortilla (das Rezept für die Albondigas hatte ich am Freitag bereits gepostet). In Runde 3 erhielten wir dann zusammen mit Hauptgang Hühnchen-Thai-Curry einen weiteren interessanten Hinweis von Brutus, der uns während des Hauptgangs weiterhin beschäftigt hat. Nach Runde vier gab es dann mit dem Nachtisch Brownies mit Vanilleeis und Karamallsauce nochmals eine Stärkung vor der letzten Runde.
Das Brownie-Rezept hatte ich vor einigen Tagen hier ebenfalls schon einmal gepostet. Nach Runde 5 hatten dann alle Superschurken die Gelegenheit sich nochmal bei einem Getränk und/oder einer Zigarette die Gelegenheit ihre Gedanken zu sammeln, bevor sie dann alle ihren Tätertipp abgegeben haben. Und viele von uns hatten diese Sammlung auch echt nötig. Danach folgte die große...

An dieser Stelle werde ich natürlich nicht verraten, wie es ausgegangen ist und wer der Täter war. Aber soviel sei verraten, von unserer Runde hat nur einer den richtigen Täter ermittelt! Insgesamt war es ein toller Abend. Nochmal einen großen Dank an alle Freunde, die sich echt Mühe mit den Kostümen gegeben haben - besonders Moonique und natürlich Ken Guruh (tatsächlich im original Känguruh-Kostüm!!!) waren echt fantastisch. Aber auch an alle anderen Schurken ein ganz großes Dankeschön für einen tollen Krimi-Abend! Allen die Lust haben, selbst mal im Rahmen der "Allianz der Unterwelt" zu ermitteln, kann ich nur raten: macht es - es ist ein Riesenspaß! Infos zur Krimi-Küche und der "Allianz der Unterwelt" findet ihr hier. Und ich glaube, das Christmas-Dinner, welches in Kürze erscheint, werde ich mir nicht entgehen lassen!

Freitag, 2. November 2012

Erinnerungskochen: Albondigas im "Buenas Tardes"

Wow - da soll nochmal einer sagen, dass Kochen und Geschmack keine Erinnerungen weckt! Für meine Oberschurken der "Allianz der Unterwelt", die sich morgen abend bei mir treffen um die Weltherrschaft an sich zu reißen, habe ich heute schonmal die Vorspeise vorbereitet: Albondigas con salsa brava! Das Rezept stammt aus dem spanischen Tapas-Restaurant "Buenas Tardes", in dem ich während meiner Ausbildung einige Jahre nebenbei gearbeitet habe. Und das ist jetzt schon gut zehn Jahre her....

Wahnsinn, Erinnerungen schwirren mir durch den Kopf, während ich eine halbe Gemüsezwiebel in Würfel hacke und diese mit  zwei fein gehacktem Knoblauchzehen in Olivenöl glasig dünste. Es ist Freitag Nachmittag und an einem Freitag Nachmittag vor zehn Jahren dürfte ich so ziemlich das Gleiche gemacht haben - nämlich irgendwas Spanisches für den Abend vorbereitet: Freitagabend = Großkampfabend!! Meine glasige Zwiebel lösche ich mich einem Schuss Medium-Sherry ab und lasse ihn verkochen. 

Das waren echt ziemlich coole Jahre, damals im "Buenas Tardes". Am späten Nachmittag gab's meist schnell 'nen Kaffee, ein Stück Kuchen und 'ne Zigarettenpause für das Team, dann um 18 Uhr: los geht's - manchmal sitzen die ersten schon eine viertel Stunde früher da. Kein Problem, Karaffe Wein auf den Tisch, Essen dauert dann halt noch ein wenig. Meine Zwiebel mische ich mit eingeweichtem Brot, einem Ei, 600 Gr. Rinderhack, viel Petersielie, Salz und Rosenpaprika gut durch. Aus der Hackmasse mische ich dann kleine, etwa nussgroße Bällchen.

Freitage und Samstage waren manchmal schon der Knaller, tierisch was los von 18-1 Uhr. Unsere treuen Stammgäste mochten unsere original-typischen Tapas (Chefin Margit hatte mit ihrer Familie einige Jahre in Spanien gelebt und war entsprechend geübt) und unsere guten spanischen Weine. Und die Albondigas waren ein beliebter Klassiker auf der Speisekarte. Die Albondigas werden nun in Mehl gewälzt. Dann in einer Pfanne Olivenöl erhitzen und die Bällchen auf mittlerer Hitze etwa 15-20 Minuten unter mehrmaligem Wenden braten.


Nach den stressigen Abenden gab's immer noch das eine oder andere Absacker-San Miguel oder 'nen Wein mit Team. Das waren fünf  geile (und manchmal echt anstregende) Jahre mit Margit, Franz, Nina, Jonathan, Marianne und all den anderen im "Buenas Tardes". Die Albondigas aus der Pfanne nehmen und abtropfen lassen, dann mit der scharfen Salsa vervieren:


Das "Buenas Tardes" in Bad Honnef gibt es leider seit 2003 nicht mehr und das Team ist in alle Winde verstreut. Aber die Albondigas kriege ich immer noch hin, als hätte ich sie gestern zum letzten Mal gemacht. Auf diese schönen Erinnerungen habe ich mir dann eine Portion und ein feines Bier schmecken lassen! Salud!