Sonntag, 24. November 2013

Ho Ho Ho - Backen zu Weihnachten: Cranberry-Nuss-Kekse

Heute in einem Monat ist es wieder soweit: Die schönste Zeit des Jahres feiert ihren Höhepunkt am
Heiligabend. Daher wurde es höchste Zeit für den ersten Weihnachts-Back-Marathon des Jahres. Und natürlich gibt es hier das erste Rezept: Cranberry-Nuss-Kekse! Das braucht ihr für etwa 30 Stück:
  • 100 gr. geröstete & gesalzene Erdnüsse
  • 100 gr. weiche Karamellbonbons (z. B. Muh-Muhs), grob gehackt
  • 50 gr. getrocknete Cranberries
  • 120 gr. zarte Haferflocken
  • 130 gr. Mehl
  • 130 gr. brauner Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 90 gr. Butter
  • 90 gr. Doppelrahmfrischkäse
  • 3 EL kaltes Wasser
Zunächst die Karamellbonbons grob hacken. Dann alle trockenen Zutaten in einer Rührschüssel gut vermischen. Dann die Butter, den Frischkäse und das Wasser zugeben und mit dem Knethaken zu einem gleichmäßigen Teig verkneten.


Mit zwei Teelöffeln kleine Häufchen auf das mit Backpapier ausgelegten Blech setzen, dabei etwas 4-5 cm Abstand lassen. Dann im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Unter-/Oberhitze (Umluft 160) auf mittlere Schiene etwa 12 Minuten backen. Abkühlen lassen und dann losknuspern! Und schaut auch nochmal in die anderen crimesNcookies-Weihnachtsrezepte, z. B. die Hausfreunde oder die Engelsaugen.

Donnerstag, 14. November 2013

Krimi aus Polen: "21:37" von Mariusz Czubaj

Bei "Blogg dein Buch" gibt es aktuell die Wahl zum „Indie-Verlag des Jahres 2013“. Besonders interessant für mich war hierbei der Titel "21:37" von Mariusz Czubaj - ein Thriller aus Polen. Thriller aus den USA oder Großbritannien (die ich auch sehr gerne lese), finden sich bei uns in Massen, aber Krimis, vor allem aus kleineren Ländern, sind hierzulande doch rar gesät - daher habe ich mich gefreut, als das Buch schließlich im Briefkasten lag.

























"21:37"
von Mariusz Czubaj
erschienen im Prospero Verlag, erhältlich hier
für 14,95 EUR


Die Story: In Warschau werden zwei Schüler eines Priesterseminars ermordet aufgefunden. Vor ihrem Tod wurden sie brutal gefoltert. Außerdem wurden ihnen die Zahlen 21 und 37 auf die Stirn geschrieben. Sie deuten auf den Todeszeitpunkt von Papst Johannes Paul II., 21:37 Uhr. Gibt es eine Verbindung zum Tod des Papstes? Kommissar Rudolf Heinz wird nach Warschau gerufen, um sich mit seinen kriminalpsychologischen Kenntnissen an den Ermittlungen der Sonderkommission zu beteiligen. Die Ermittlungen führen ihn in das Priesterseminar. Dort stößt er auf merkwürdige Vorgänge, weitere verschwundene Seminaristen und höfliches Schweigen. Doch Heinz lässt sich nicht beirren, bis er schließlich auf die Lösung stößt...
Meine Meinung: Ein düsteres Buch mit einem äußerst düsteren Kommissar. Im Verlauf des Buches erfährt der Leser ein wenig mehr von den Abgründen, die dahinterstecken: Eine aufgrund seines Berufs gescheiterte Ehe, ein Jahre zurückliegender Fall, der psychische und physische Narben hinterlassen hat, die seltene Krankheit Raynaud-Syndrom und eine zerrüttete Beziehung zu seinem Sohn. Alles das lastet schwer auf den Schultern des Profilers Rudolf Heinz. Aber seine Instinkte sind wach und sie helfen ihm bei der Lösung des Falls um die ermordeten Seminaristen (und weiterer Morde). Seine Leidenschaft ist die Musik - nur sie lässt ihn abends einschlafen: Black Sabbath, Fleetwood Mac, John Lee Hooker - sie alle Helfen ihm, seine vergangenen und aktuellen Dämonen auf Abstand zu halten.
Mein Fazit: Kommissar Heinz ist eine faszinierende Person, ob man ihn mag oder nicht. Allerdings ist dieser Typus Kommissar keine wirklich neue Erfindung. Mir persönlich geht es hier ein wenig zu düster zu. Ein wenig Kontrast zu den negativen Gedanken von Heinz hätte nicht geschadet, doch die dunkle Stimmung zieht sich durch das gesamte Buch. Es entsteht der Eindruck, dass auch die Entwicklung der polnischen Gesellschaft in keine sehr positive Richtung verläuft. Ob dies den Tatsachen entspricht, kann ich allerdings nicht beurteilen. Das die Öffnung hin zu Europa nach dem Fall des Eisernen Vorhangs aber nicht nur Gewinner hervorgebracht hat, dürfte jedoch außer Frage stehen. Dieser erste Fall für den Ermittler Rudolf Heinz wurde im Jahr 2009 mit dem polnischen Krimipreis ausgezeichnet. Zu recht, denn das Buch ist ein handwerklich guter und lesenswerter, allerdings sehr bedrückender Thriller. Von mir gibt es dafür vier von fünf Sternen.

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Kürbiswochen-Finale: Happy Halloween!

Die Kürbiswoche geht zu Ende mit DEM Kürbisfeiertag des Jahres. Ich hoffe, ich konnte euch diese Woche ein wenig inspieren, die Kürbisse auch mal zu etwas anderem als Suppe zu verarbeiten. Zum Abschluss hier noch zwei Ideen, bei der es weniger ums Essen geht: HAPPY HALLOWEEN!!!!

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Schupfnudel-Feta-Kürbis-Pfanne - Kürbis quer durch Europa

Und weiter rollt der Kürbis! Dieses Gericht war ein bisschen auf die Schnelle gezaubert, hat aber erstaunlich lecker geschmeckt. Eine leckere Kombi der Kürbis mit Feta und gerösteten Mandeln.
 
Für zwei hungrige Esser braucht ihr:
  • 1/2 kleinen Hokkaido-Kürbis, entkernt (und wer will auch geschält)
  • 1 Packung Fertig Schupfnudeln (aus dem Kühlregel, oder auch Gnocchi)
  • 1/2 halbe rote Zwiebel, gehackt
  • 1 Zehe Knoblauch, gehackt
  • etwas Gemüsebrühe
  • 150 gr. Feta
  • Mandelblättchen
  • etwas gehackte Petersilie oder auch eine ital. Kräutermischung
  • Salz/Pfeffer/Chilipulver
  •  Olkivenöl
Und so wird es gemacht:
Zunächst den Kürbis in Spalten schneiden und bei mittlerer Hitze anbraten, bis er weich ist. Danach in Würfel schneiden und beiseite stellen. Nun Zwiebel und Knoblauch in einer Pfanne weich dünsten, die Schupfnudeln hinzugeben und etwas anbraten, bis sie ein wenig Farbe haben. Kürbiswürfel dazugeben, alles mit etwas Gemüsebrühe ablöschen. Nicht viel, nur das der Pfannenboden gerade bedeckt ist. Ein wenig köcheln lassen, dann den Feta dazubröckeln und umrühren. Man kann das nun sofort servieren oder den Feta ein wenig schmelzen lassen, dann wird es etwas cremiger. Egal wie man es macht, vor dem Servieren mit Kräutern, Salz, Pfeffer und nach Geschmack ein wenig Chilipulver abschmecken. Mandelblättchen in einer Pfanne etwas anrösten und zum Schluss über die Schupfnudeln streuen. Gibt den letzten Pfiff zu diesem herbstlichen Kürbisgenuss!

Sonntag, 27. Oktober 2013

Gefüllte Cannelloni mit Kürbis und Ricotta - Kürbiswoche Teil 2

Weiter geht die Kürbiswoche hier bei crimesNcooking. Ich liebe Cannelloni und bin eigentlich immer auf der Suche nach leckeren Füllungen. Was lag also näher, als es mit Kürbis und Ricotta zu versuchen?!
Das wird gebraucht (für 2-3 Personen):

  • 1 halber Hokkaido-Kürbis, entkernt und in Würfel geschnitten
  • 250 gr. Ricotta
  • 1 Ei
  • 4 EL Mandelblättchen
  • Cannelloni-Nudeln (getrocknet, ohne Vorkochen)
  • Parmesan und Emmentaler
  • italienische Kräuter
  • Chilipulver, Muskat
  • 2 EL Butter
  • 2 EL Mehr
  • 1 EL Tomatenmark
  • 300 ml Milch
  • Salz, Pfeffer, Olivenöl

Zubereitung: Den gewürfelten Kürbis in einer Pfanne mit etwas Olivenöl bei mittlerer Hitze anbraten bis er weich wird und sich leicht zerdrücken lässt. (Der Kürbis kann auch mit der Schale verarbeitet werden. Bei mir sah sie nicht so toll aus, daher habe ich ihn etwas geschält.) In der Zwischenzeit in einer kleinen Pfanne (ohne Öl) die Mandelblättchen etwas anbräunen. Unbedingt ständig rühren und im Auge behalten, da sie leicht anbrennen. Wenn sie etwas angebräunt sind, werden sie kurz grob gehackt. Nun den Kürbis in einer Schüssel grob zerdrücken, etwas salzen, Ricotta, das Ei und die Mandeln dazugeben und gut vermischen. Dann eine gute Handvoll geriebenen Parmesan ebenfalls untermischen und mit Salz, Pfeffer, Chilipulver und italienischen Kräutern würzen. Mit einem Teelöffel nun die Füllung in die Cannelloni-Röhren füllen und diese in eine Auflaufform legen. In einem Topf die Butter zerlassen, das Mehl dazugeben und aufschäumen lassen, die Milch dazugießen, Hitze etwas reduzieren und unter Rühren ein wenig köcheln lassen, bis die Bechamelsauce eindickt. Die Sauce ebenfalls mit etwas Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Außerdem das Tomatenmark unterrühren. Die Sauce dann über den Cannelloni verteilen und mit geriebenem Käse (Emmentaler geht gut, oder auch ein Bergkäse). Danach bei 180 Grad (Unter-/Oberhitze) für 35-40 Minuten auf mittlerer Schiene im Backofen backen (checkt vorher mal auf der Packung, wie lange die Cannelloni gebacken werden müssen). Und dann kann schon serviert werden, vielleicht ein kleiner Salat dazu (wobei wir hier auf die gesunde Beilage verzichtet haben) - bon appetit!

Samstag, 26. Oktober 2013

Rund - orange - vielfältig: Kürbiswoche bei crimesNcooking! Heute: Kürbisauflauf mit Hack

Ich gebe es zu, hier wurde in letzter Zeit echt ziemlich wenig gekocht! (Dafür allerdings mehr gelesen...) Da dieser Blog aber ja crimesNcooking heißt, gibt es jetzt auch mal wieder was zum Essen. Und zwar die volle Ladung - viel Spaß mit der Kürbiswoche!


Die großen und kleinen, rötlich-orangenen Kugeln begegnen einem jetzt im Herbst ja praktisch an jeder Ecke. Ob Hokkaido, Butternut, Türkischer Turban oder "Deutscher Zentner", oftmals enden die runden Dinger leider als (durchaus leckere, aber auf Dauer recht langweilige) Kürbissuppe. Daher möchte ich in den nächsten Tagen zeigen, dass es man mit diesen Gewächsen noch viel mehr anstellen kann. Heute gibt es zum Auftakt einen Hackfleisch-Kürbis-Auflauf:

Für das Bild muss ich erstmal entschuldigen, aber die Hälfte war schon verputzt, als ich an das Foto gedacht habe. Im Grund ist die Zubereitung aber ziemlich simpel: Einen halben Butternut-Kürbis entkernen, schälen und in etwa daumendicke und -große Stücke schneiden. Diese dann in einer Auflaufform auslegen. Darüber gebt ihr dann eine schöne Hackfleisch-Tomatensauce. Wie ihr die am liebten habt, wisst ihr sicher selbst am besten. (Für meine werden Zwiebel und etwas Knoblauch angebraten; Rinderhack dazu und ebenfalls anbraten; etwas gewürfeltes Suppengemüse dazu und Dosentomaten in Stücken; dann das ganze schön pikant würzen mit allem was das Gewürzregal hergibt und vor allem eine ordentliche Prise Zucker dazu (!!!); dann schön mindestens 45 Minuten köcheln lassen, bevor sie zum Beispiel den Kürbis oder auch eine Ladung Pasta treffen darf...) Also dann die schöne Hackfleischsauce über den Kürbis geben. Natürlich geht der Auflauf auch vegetarisch - einfach eine schöne Tomatensauce, vielleicht mit etwas Gemüse aufpeppen und über den Kürbis geben. Wer es etwas gehaltvoller mag, kann jetzt noch einen Becher Creme fraiche obendrauf verteilen. Zum Schluss nun lecker geriebener Käse (Gouda, Bergkäse etc) drüber. Der Auflauf gehört nun mindestens 50 Minuten in den Ofen (Unter-/Oberhitze 175 Grad). Dann mal mit dem Messer anstechen und prüfen, ob der Kürbis weich ist. Dann raus aus dem Ofen, kurz abkühlen lassen (ist mörderisch heiss) und danach rauf auf die Teller und servieren. Lecker dazu ein schöner grüner Salat und ein Bierchen... Freut euch auf weitere leckere Kürbisrezepte in den nächsten Tagen hier bei crimesNcooking!


Dienstag, 22. Oktober 2013

"Mord am Lord" - (k)ein mysteriöser Krimi

Angekündigt wird "Mord am Lord" von B.a. Robin als "ein Krimi der feinen englischen Art" und der Klappentext verspricht einen verzwickten Fall. Grund genug für mich als Fan des englischen Kriminalromans, mir den "Mord am Lord" vorzunehmen und bei "Blogg dein Buch" anzufordern... Hätte ich es doch besser gelassen!











"Mord am Lord" von B.a. Robin
erschienen bei goldfinch books
ca. 280 Seiten
für 11,95 EUR
hier bestellbar

Die Story: Josie und ihr bester Freund Theo machen Urlaub in England. Ziel ist das Museum von Josies Lieblingsautorin Agatha-Christina Sotheby (Ähnlichkeiten zu Agatha Christie sind eindeutig beabsichtigt). Dort ist man auf verschollene Notizbücher der Autorin gestoßen. Diese beinhalten auch einen unvollendeten Roman "Der Tote in der Bibliothek" (Ähnlichkeiten ebenfalls beabsichtigt...). Eine Expertenkommission soll das Ende des Romans klären, doch Josie möchte selbst einen Blick auf das Manuskript der von ihr verehrten Schriftstellerin werfen und beginnt sich mit Theo im Museum umzusehen. Nachdem sie durch eine unscheinbare Stahltür getreten sind, finden die beiden sich unvermutet selbst inmitten des unvollendete Romans wieder. Nun müssen sie als die berühmten Detektive "Miss Rutherford" und "Mister Stringer" (Ähnlichkeiten..., siehe oben) selbst den Fall lösen, um die Geschichte wieder verlassen zu können. Der exzentrische Lord Westholm wird in seiner Bibliothek ermordet aufgefunden, die Mordwaffe fehlt und es wurde Geld entwendet. Mehrere Verdächtige sind im Haus, doch die Tochter (die als Erbin natürlich das stärkste Motiv hat) hat ein Alibi. Doch der Tote Lord bleibt nicht das einzige Opfer und Josie und Theo beginnen zu ermitteln.
Meine Meinung: Ich fange mal mit dem (einzig) Positiven an. Die Kriminalgeschichte an sich kommt stellenweise wirklich wie ein guter englischer (und von mir äußerst geschätzter) Agatha-Christie-Krimi daher. Fraglich ist allerdings, ob dies von der Autorin wirklich so gedacht war. Denn sie macht sich, besonders in Gestalt der Figur von Theo, permanent über eben jenes Genre lustig und zieht es ins Lächerliche. Hauptfigur Josie versucht sich derweil in der Rolle der Ermittlerin "Miss Rutherford" (offensichtlich Miss Marple). Dabei bedient die Autorin sich an Namen und Personen aus den Krimis von Agatha Christie und webt Hinweise auf deren Bücher und Filme in die Handlung ein. Auch hierbei erschließt sich mir leider nicht, ob die Autorin dies als Verehrerin der großen englischen Schriftstellerin tut oder sich eben satirisch mit deren Werken auseinander setzen will. Falls sie Fan ist, ist ihr eine Huldigung ihres Idols gründlich misslungen und für eine Satire auf den "Krimi der feinen englischen Art" fehlt dann völlig der nötige Biss oder das Karikieren der Personen. Und nachdem sowohl die Hommage an Agatha Christie als auch der satirische Roman völlig in die Hose gegangen sind, fährt Autorin Robin dann zum Schluß auch noch das bisschen Krimi, das in dem Buch gesteckt hat, durch ein ziemlich merkwürdiges Ende vor die Wand.
Mein Fazit: Es fällt mir wirklich nicht leicht, zum ersten Mal seitdem ich diesen Blog schreibe, nur einen Stern zu vergeben. In einem Buch steckt sicher enorm viel Arbeit und Herzblut des Autors, aber leider finde ich dieses Buch einfach nur ziemlich misslungen. Es wird nicht klar, um was es eigentlich geht: Satire oder Hommage an Agatha Christie oder sollte es tatsächlich doch ein richtiger Krimi werden? Ich weiß es nicht. Die Autorin schreibt in ihrem Nachwort, dass das Buch seitens des Verlages kurzfristig ins Programm genommen wurde - vielleicht hätten sich hier alle Beteiligten ein bisschen mehr Zeit nehmen sollen, um das Buch noch einmal zu überarbeiten. "Mord am Lord" erhält daher von mir (schweren Herzens) nur einen von fünf Sternen.